Beitrag vom 1 Februar 2010 17:48

Adobe hat kein PPC Flash-Plugin!

In letzter Zeit stoße ich oft auf Forenbeiträge, in denen nach einem Adobe Flash-Plugin für die Playstation 3 oder für ältere PowerPC-Macs gefragt wird. Manchmal gibt es gut gemeinte Antworten, die auf die entsprechenden Adobe-Pakete in der Paketverwaltung hinweisen. Das kann jedoch nicht funktionieren.

Um es noch einmal klar zu sagen: Es gibt kein Flash-Plugin von Adobe für die PowerPC-Architektur!

Man hat auf einer PS3 oder auf älteren Macs dennoch mehrere Möglichkeiten, Flash-Videos zu schauen:

Keine der genannten Möglichkeiten ist optimal, aber die Ideallösung gibt es nunmal nicht.

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 30 Januar 2010 16:35

Schönschriftfondue statt Buchstabensalat

Font icon by Benji Garner, http://benjigarner.deviantart.com/Ein oft geäußerter Pluspunkt von Mac OS X sind die mitgelieferten Schriftarten. Natürlich wollen viele Wechsler zu Ubuntu auch unter Linux nicht auf diese Schriften verzichten. Doch leider benutzt Apple für viele dieser Schriften nicht das TrueType-Format, sondern eine angepasste TrueType-Variante. Das macht die Dateien erstmal unter Ubuntu unbenutzbar. Aber ein einfaches Konsolenprogramm mit dem leckeren Namen fondu verspricht Abhilfe.

Doch zuerst einmal muss man die Schriften ins Ubuntu-System verfrachten. Die Schriften tragen die Dateiendung .dfont und befinden sich im Mac OS X-System in den Verzeichnissen /Library/Fonts und /System/Library/Fonts. Hier sucht man sich die gewünschten Schriften aus und kopiert sie in das Ubuntu-System. Dort installiert man sich den Schriftkonverter fondu mit

sudo apt-get install fondu

Die Schrift kann daraufhin mit dem Befehl

fondu schriftart.dfont

in das TrueType-Format konvertiert werden. Die dabei entstandenen TTF-Dateien kopiert man anschließend einfach in das Schriftenverzeichnis. Schließlich aktualisiert man noch den Schriftencache mit

sudo fc-cache

und schon kann man die gewohnten Schriftarten auch unter Ubuntu genießen. Wem diese dann immer noch nicht genug sind, der kann sich über die Paketverwaltung noch weitere Schriftarten installieren. Das ubuntuusers-Wiki hält auch dazu weitere Informationen bereit.

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 23 Januar 2010 09:58

Ein @ wäre schon super

Apple-Rechnern fehlt in der Mobilversion nicht nur eine Maustaste am Touchpad. Auch die AltGr-Taste, die bei PCs für die Drittbelegung der Tasten zuständig ist, fehlt bei den mobilen Begleitern. Damit kann man beispielsweise so schöne Zeichen wie @ (in Kombination mit der L-Taste) oder eckige Klammern (in Kombination mit den Zahlen 5 und 6) erzeugen. Während man unter OS X die Alt-Taste für diese Aufgabe benutzt, ist die Alt-Taste unter Ubuntu meistens schon für alternative Tastenkombinationen belegt.

Um die gewohnten Tastenkombinationen nicht gänzlich neu erlernen zu müssen, wird der Third Level Chooser dann oft auf die Apfel-Taste (oder allgemein: Super-Taste) gelegt, die direkt neben der Alt-Taste liegt. So drehen sich die Funktionen der Apfel- und der Alt-Taste in Ubuntu gegenüber den Funktionen in OS X einfach um und der Gewöhnungseffekt ist nicht ganz so schlimm.

Leider funktioniert das in Karmic Koala nicht so ganz. Ein Bug verhindert, dass die Apfel-Taste die Funktion des Third Level Choosers übernehmen kann. Damit hat man dann zwei Möglichkeiten:

  • Man bestimmt die Taste »Enter key on keypad« als Third Level Chooser und muss mit der Umgewöhnung leben
  • Man installiert sich einen Patch für das Paket xkeyboard-config aus diesem PPA

Auch wenn ich normalerweise nicht auf die Installation von Paketen aus Fremdquellen stehe, favorisiere ich in diesem Fall doch das angepasste Paket. Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier.

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 22 November 2009 18:00

Akkufressender Koala?

Wer Karmic Koala auf einem PowerPC-Klapprechner von Apple, also einem iBook oder Powerbook, einsetzt, wird es wahrscheinlich schon bemerkt haben. Der Akkuladestand wird im Panel nicht mehr angezeigt und die Energieverwaltung von GNOME bietet auch keinerlei Eigenschaften mehr an, Aktionen im Akkubetrieb festzulegen.

Ursache des fehlenden Akkus ist dieser Bug. Zum Glück lässt er sich einfach beheben. Man öffnet einen Editor und bearbeitet die Datei /etc/modules. Dort fügt man in einer neuen Zeile das Wort pmu_battery hinzu. Das sorgt dafür, dass beim nächsten Start das Modul pmu_battery mitgeladen wird und der GNOME Power Manager bzw. DeviceKit den Akku wieder wahrnehmen.

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 29 Oktober 2009 19:44

Die Koalas sind los!

Karmic shirt

Je länger man aktiv im Ubuntu-Universum unterwegs ist, desto unspektakulärer werden die Releasetage. Meistens nutzt man schon längst die Version, die an dem entsprechenden Tag groß als Neuerung angepriesen wird. Die Neuheiten werden so zu alten Geschichten. Doch es gibt eines, auf das man sich am Releasetag freuen kann:

Canonical bringt zu jedem Release ein passendes T-Shirt heraus! Nachdem das Shirt zu Jaunty Jackalope in meinen Augen nicht so der Bringer war, ist das heutige Release des Karmic Koala-Shirts für mich mal wieder ein Highlight. Wenn der Versand nicht so teuer wäre, würde ich wohl glatt schwach werden. Hier kann man sich selbst vom ultimativen Karmic-Shirt überzeugen und bei Bedarf gleich bestellen: Klick!

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 21 Oktober 2009 18:01

WLAN 1.0 stable

Die neu bezogene MacVillage-Außenstelle hat nun auch ein stabiles WLAN! Der örtliche Anbieter Unitymedia legt seinem Angebot ja, wie viele anderen Provider auch, den WLAN-Router DIR-300 von D-Link kostenlos bei. Der Router an sich ist leicht über ein Webinterface zu konfigurieren, so dass das Errichten des WLAN eigentlich eine Sache von Sekunden ist. Eigentlich.

Nun sind wir in der Außenstelle nicht alleine und es gibt eine Menge Störfaktoren (andere WLANs) um uns herum. Konkret äußert sich das darin, dass die Verbindung in unregelmäßigen Abständen zusammenbricht und erst nach ein paar Minuten wiederhergestellt werden kann. Selbst die sorgfältige Kanalwahl mildert die Verbindungsabbrüche nicht.

Weitere Recherchen führen schließlich zu einem mysteriösem Wert in den erweiterten WLAN-Einstellungen des Routers namens Beacon Interval. Dieser regelt die Zeitabstände, in denen der Router versucht, die Clients zu synchronisieren. Eine Verkleinerung des werksseitig auf 100ms eingestellten Werts soll angeblich die Stabilität der Verbindung positiv beeinflussen. Interessanterweise ist hier genau das Gegenteil der Fall: Eine Verlängerung des Werts auf 500ms resultiert in einer stabileren Verbindung, während ein Verkürzung dazu führt, dass die Verbindung noch öfter abbricht. Zum Glück muss ich das nicht verstehen…

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 19 Oktober 2009 21:01

Yet another Ubucon post

Nachdem ja schon einige ihren Senf zur diesjährigen Ubucon abgegeben haben, muss ich mich auch mal äußern. Auch ich muss sagen, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung war, der man angemerkt hat, dass die deutschsprachige Ubuntu-Community immer mehr zusammenwächst und zu einer richtig großen Familie wird. Was die Räumlichkeiten angeht, fand ich das Hackcenter letztes Jahr gelungener, da man sich zum einen nicht durch die engen Gänge quälen musste und zum anderen das Center selbst durch die offene Bauweise im letzten Jahr einladender wirkte. Dafür waren die Vortragsräume selbst dieses Jahr angenehmer und es gab ein stabiles WLAN.

Vorträge habe ich auch dieses Jahr so gut wie keine besucht, da ich mein Hauptaugenmerk auf die Pflege der Kontakte lege. Wahrscheinlich waren einige etwas mehr gelungen, andere dagegen weniger. Wichtig für mich sind dagegen die Social Events, bei denen an beiden Abenden voll ins Schwarze getroffen wurde. Sowohl der Freitag im Sausalitos als auch der Samstag im Sambesi boten hervorragendes Essen und Trinken bei leicht überfordertem Service. Die Wartezeiten konnte man jedoch vorzüglich mit angeregten Gesprächen überbrücken.

Abschließend ist zu sagen, dass die Ubucon mittlerweile ein fester Bestandteil in meinem Terminkalender ist und höchstwahrscheinlich auch bleiben wird, da es die Gelegenheit ist, einen Großteil der aktiven Community-Mitglieder auf einem Haufen zu sehen und Dinge zu besprechen, zu organisieren oder auch um einfach mal wieder zwanglos zu schnacken. Deshalb meinen herzlichen Dank an alle Organisatoren und Helfer der ubucon!

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 19 August 2009 22:14

PS3 – Slim oder schlimm?

PS3 und PS3 Slim

Dass Sony passend zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft seine Vorzeigekonsole erneuert hat, wird ja schon seit Wochen vom Sommerloch-Gezwitscher vermutet und ist mittlerweile auch offiziell bestätigt. Ebenso kein Geheimnis ist auch, dass bei der neuen PS3 Slim kräftig gespart wurde, um sie günstiger anbieten zu können. Dabei konzentriert man sich auf die »Kernkompetenzen« der Multimedia-Konsole und schmeißt neben der sowieso in der letzten Version schon abhanden gekommene PS2-Kompatibilität nun auch die Linux-Unterstützung kurzerhand über Bord.

Was auf den ersten Blick aussieht wie das stille Ende des gescheiterten Experiments, Linux einer breiteren Masse schmackhaft zu machen, ist in meinen Augen nur konsequent. Die Linux-Unterstützung der PS3 war von Anfang an halbherzig gelöst. Der Zugriff auf die Hardware wurde vom Sony-Hypervisor gekapselt, der den für die Masse interessanten Teil der PS3, die Grafikbeschleunigung, unbrauchbar machte. Linux auf der PS3 war damit für alle, die sich ein günstiges Multimedia-Center mit Blu-ray Player erhofften, eine große Enttäuschung. Imageverluste für die PS3 traten auch nicht ein, denn »die PS3 kann ja mit Multimedia, also muss Linux schuld sein«. Zurück bleiben enttäuschte PS3-Käufer, die Linux allgemein den Rücken zuwenden, und frustrierte Linux-Supporter, die mal wieder aufgrund von Hersteller-Beschränkugen Häme für das »Frickelsystem« einstecken müssen.

Wäre es Sony wirklich Ernst gewesen mit Linux, hätte man die Konsole von Anfang an ohne Virtualisierungsschicht verfügbar gemacht und keine künstlichen Beschränkungen eingebaut. Warum gibt man nun nicht wenigstens den otheros-Code frei, so dass man bei Interesse selbst Hand anlegen kann? So grundlegend werden die Hardwareänderungen ja nicht sein, dass man den Code nicht an die Slim-Variante anpassen könnte.

Zurück bleiben die armen Universitäten, die ihre günstigen Rechencluster jetzt mit anderer Hardware aufbauen müssen…

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 12 Juli 2009 11:04

Shiretoko – Agent in geheimer Mission

Ich hoffe ja, dass es sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass sich die neueste Ausgabe des beliebten Webbrowsers Firefox in Ubuntu Jaunty einfach durch die Eingabe der magischen Worte

sudo apt-get install firefox-3.5

installieren lässt. Ohne Jonglieren mit Fremdquellen oder PPAs, einfach so.

Doch einige Webseiten versuchen den jungen Hüpfer als Geheimagenten zu entlarven und verweigern Firefox 3.5, der sich als »Shiretoko« ausweist, den Eintritt in ihre heiligen Hallen. Ein echter Geheimagent lässt sich davon natürlich nicht beirren und zaubert einfach einen neuen Reisepass aus seinem »about:config«-Hut. Er kramt hastig den »general.useragent.extra.firefox«-Ausweisgenerator hervor und stellt sich einen neuen Passierschein auf den Namen »Firefox/3.5« aus. Da er sich damit als legitimer Nachfolger des berühmten und hochdekorierten Agenten »Firefox/3.0« identifiziert, lassen sich die Wächter der heiligen Webseiten davon täuschen und gewähren ihm den Zutritt.

Shiretoko wird in Firefox geändert

Da der Shiretoko-Geheimagent wohl bei einigen Webseiten dieses Problem hat, hat er auch schon einen Antrag gestellt, seine Hauptidentität offiziell in »Firefox/3.5« ändern zu lassen. Doch die Mühlen der Behörden mahlen langsam und weisen die Schuld erst einmal auf die Webseitenwächter. Diese sollen doch gefälligst »Shiretoko« in ihre Gästelisten aufnehmen, da ja bekannt ist, dass der langsam in die Jahre kommende Agent »Firefox/3.0« demnächst in seinen verdienten Altersruhestand gehen will. Also behilft sich Shiretoko bis dahin mit dem gefälschten Ausweis. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann surfen sie noch heute…

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Software

Beitrag vom 11 Juni 2009 15:08

CD-ROM – Verzweifelt gesucht

Interessant. Da gibt es wohl einen Bug auf den Ubuntu 8.10 Alternate-CDs für den PowerPC, über den ich bis jetzt nie gestolpert bin. Die CD sowie die Installation starten von der CD, der Installer erkennt aber paradoxerweise bei einigen G4- und G5-Macs sowie einigen Powerbook-Modellen das CD-ROM Laufwerk nicht mehr (No common CD-ROM drive was detected). Das passende Kernelmodul muss dann per

sudo modprobe ide-scsi

auf einer zweiten Konsole geladen werden, bevor man mit der Installation weitermachen kann. In neueren Versionen sollte der Fehler nicht mehr auftauchen. Mehr Informationen zu dem Bug liefert dieser Thread im englischsprachigen Ubuntu-Forum.

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Hardware und Treiber