Beitrag vom 2 September 2006 12:09

Was treibt denn die Grafikkarte da

Eine 3D-fähige Grafikkarte ist für heutige Desktops mittlerweile fast unverzichtbar geworden. Aus Mac OS X wohlbekannte Spielereien finden beispielsweise mittels XGL Einlass zu den Linux-Desktops. Der hart umkämpfte Grafikkartenmarkt ist hier jedoch nicht selten die Handbremse.

ATI und nVidia sträuben sich bis jetzt mit allen Mitteln gegen eine Freigabe des Grafikkartentreibers, der entscheidend zur Leistungsfähigkeit des Systems beiträgt. Zusätzlich verhindert die Lizenz der Treiber eine Integration in den Kernel und zieht somit immer eine Installationsorgie nach sich. Und dies alles nur zum Schutz ihrer Technologien vor der Konkurrenz, wie die Hersteller nicht müde werden zu betonen.

Intel war bis heute die rühmliche Ausnahme, was nicht nur die MacBook-Besitzer freute. Doch nun baut Intel in seine neueste Treiberversion eine proprietäre Bibliothek ein, die zur Laufzeit nachgeladen werden kann. Bis jetzt wird diese nicht genutzt, aber die Frage bleibt dennoch, welchem Zweck diese Bibliothek denn nun dienen könnte.

Hoffentlich entwickelt sich die philosophische Frage der Freiheit nicht auch hier zu Lasten des Benutzers. Umständliche Treiberinstallationen kennt er schließlich schon von dem alternativen Betriebssystem aus Redmond …

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Gedankenspiele, Hardware und Treiber, Ubuntu

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