Beitrag vom 26 März 2007 12:59
Nach der Expedition durch die Standard 3D-Effektmaschine Compiz war nun Beryl an der Reihe. Da ich Fremdquellen nicht so mag, habe ich gewartet, bis es Beryl in die Universe-Repositories von Ubuntu geschafft hat.
Leider kann man nicht im Menüpunkt »Desktopeffekte« wählen, ob man Compiz oder Beryl verwenden will. Dies ist aber nicht so schlimm, wahrscheinlich erübrigt sich das Thema ja eh bald wieder. Also bemüht man den Paketmanager, um Beryl zu installieren. Neben dem Paket beryl, dass alle abhängigen Pakete mitzieht, muss man noch emerald sowie emerald-themes installieren, damit man bei aktiviertem Beryl nicht ohne Fensterrahmen dasteht. Ein Terminal sähe dann nämlich zum Beispiel so aus:

Das kann akzeptabel sein, wenn man sich mal daran gewöhnt hat, leider ist damit auch eine Größenänderung eines Fensters ungleich komplizierter.Persönlich ist mir deshalb diese Variante lieber:

Da ich das Ganze nur testen wollte, habe ich die beiden (emerald und beryl) von Hand gestartet. Wer Beryl immer verwenden möchte, kann sich ein Startskript anlegen oder die beiden Programme in den Autostart von Gnome legen. Bei einem Autostart sollte man beachten, dass man immer noch eine Möglichkeit hat, ohne Beryl zu starten, da das Paket noch vielen Veränderungen unterliegt, die einen Start der grafischen Benutzeroberfläche verhindern könnten.
Beryl fühlt sich im Großen und Ganzen reifer und schneller an als Compiz, es gibt mehr Funktionen, weniger Fehler und eine richtige Benutzeroberfläche zur Kontrolle der Einstellungen, die über das Menü aufrufbar ist. Leider holte mich ein ähnlicher Fehler ein wie damals bei Compiz: Das Fenster des Beryl Settings Managers, wie auch von vielen anderen Programmen, blieb leer.

Doch während sich Compiz hartnäckig weigerte, den Bildschirminhalt auf den Schirm zu bringen, kann man mit Beryl durch Ein- und Ausrollen das Fenster zur konstruktiven Mitarbeit überreden.

Auch bei Beryl gibt es jedoch einen Punkt, der mich dann schließlich zur Aufgabe gezwungen hat. Der Desktop wird beim iBook nicht neu gerendert. Dies hat zur Folge, dass die Dateien, die ich auf dem Desktop ablege, nicht auf dem Desktop erscheinen, obwohl der Dateimanager sie anzeigt. Lustigerweise kann man die Dateien mit der Maus greifen und wegziehen, obwohl man sie nicht sieht (wenn man weiß, wo man sie auf dem Desktop abgelegt hat). Das und der Bug mit den Fenstern lässt mich ein weiteres Mal auf einen benutzbaren 3D-Desktop warten. Bis zum nächsten Mal in diesem Theater!








Hehe, exakt bis zu den Fenstern “mitohne” Inhalt habe ich es gestern auch geschafft, mit dem Ergebnis, dass ich dann die Oberfläche durch wahlloses rum switchen an den Einstellungen im Beryl-Manager so zerschossen hatte, dass just im Moment die 7.04 Beta Live CD ein cleanes Ubuntu auf meinen Laptop draufbügelt.
Thomas