Beitrag vom 11 Oktober 2008 17:52

Web’n'Walk unter Ubuntu

Nachdem der Web’n'Walk Stick von T-Mobile unter Mac OS X problemlos funktioniert, war die Inbetriebnahme des Sticks unter Ubuntu die nächste Herausforderung. Es handelt sich übrigens um das ältere (schwarze) Modell, das auch als Option iCON 225 bekannt ist.

Wie zu erwarten war, läuft der Stick nicht out-of-the-box. Nach dem Einstecken meldet sich der Stick als »ZeroCD«-Wechseldatenträger, der den Windows-Treiber installieren möchte. Verständlicherweise bringt das unter Ubuntu nicht wirklich viel. Leider gibt es noch keine integrierten Bordmittel, um den Stick in den richtigen Modus zu versetzen, sodass man bereits hier die offiziellen Paketquellen verlassen muss. USB_ModeSwitch ist für diesen Zweck wohl das beliebteste Tool. Daneben gibt es noch REZERO und ozercdoff. Da ich ungerne Software außerhalb der Paketverwaltung installiere, habe ich mich für REZERO entschieden. Martijn van de Streek bietet in seinem PPA Intrepid-Pakete für REZERO an, sodass die erste Hürde der Installation schnell genommen ist. Paketquelle hinzufügen, Paket installieren, Paketquelle entfernen, fertig. Die Änderung zeigt dann auch sofort Auswirkungen. Wird der Stick eingesteckt, wird er zwar noch kurz als Datenträger erkannt, aber anschließend in den richtigen Modus versetzt, so dass der (für das Modem zuständige) HSO-Treiber übernehmen kann.

Eine gute Nachricht ist, dass der HSO-Treiber bereits in Ubuntu integriert ist, so dass man sich ein manuelles Neukompilieren nach einem Kernel-Update sparen kann. Allerdings kann der Network-Manager anscheinend nichts mit dem Stick anfangen (Gegenbeweise sind herzlich willkommen). Auf der Suche nach Alternativen zum Verbinden bin ich schließlich auf HSOconnect gestoßen. Das Programm ist ebenfalls als DEB-Paket verfügbar, benötigt zudem HSOlink und funktioniert nach der Installation einwandfrei. Die Einstellungen der Verbindung habe ich auf diese Werte gesetzt:

  • APN: internet.t-mobile
  • Username: t-mobile
  • Password: tm

Leider hat die Sache einen Haken: Einige Programme (z.B. der Firefox) erkennen nicht, dass man eine Internetverbindung hat und schalten in den Offline-Modus. Nach dem manuellen Umschalten in den Online-Modus ist aber auch dieses Problem gelöst und das mobile Surfen kann losgehen.

Dennis Dirdjaja
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