Beitrag vom 21 Oktober 2009 18:01

WLAN 1.0 stable

Die neu bezogene MacVillage-Außenstelle hat nun auch ein stabiles WLAN! Der örtliche Anbieter Unitymedia legt seinem Angebot ja, wie viele anderen Provider auch, den WLAN-Router DIR-300 von D-Link kostenlos bei. Der Router an sich ist leicht über ein Webinterface zu konfigurieren, so dass das Errichten des WLAN eigentlich eine Sache von Sekunden ist. Eigentlich.

Nun sind wir in der Außenstelle nicht alleine und es gibt eine Menge Störfaktoren (andere WLANs) um uns herum. Konkret äußert sich das darin, dass die Verbindung in unregelmäßigen Abständen zusammenbricht und erst nach ein paar Minuten wiederhergestellt werden kann. Selbst die sorgfältige Kanalwahl mildert die Verbindungsabbrüche nicht.

Weitere Recherchen führen schließlich zu einem mysteriösem Wert in den erweiterten WLAN-Einstellungen des Routers namens Beacon Interval. Dieser regelt die Zeitabstände, in denen der Router versucht, die Clients zu synchronisieren. Eine Verkleinerung des werksseitig auf 100ms eingestellten Werts soll angeblich die Stabilität der Verbindung positiv beeinflussen. Interessanterweise ist hier genau das Gegenteil der Fall: Eine Verlängerung des Werts auf 500ms resultiert in einer stabileren Verbindung, während ein Verkürzung dazu führt, dass die Verbindung noch öfter abbricht. Zum Glück muss ich das nicht verstehen…

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 19 Oktober 2009 21:01

Yet another Ubucon post

Nachdem ja schon einige ihren Senf zur diesjährigen Ubucon abgegeben haben, muss ich mich auch mal äußern. Auch ich muss sagen, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung war, der man angemerkt hat, dass die deutschsprachige Ubuntu-Community immer mehr zusammenwächst und zu einer richtig großen Familie wird. Was die Räumlichkeiten angeht, fand ich das Hackcenter letztes Jahr gelungener, da man sich zum einen nicht durch die engen Gänge quälen musste und zum anderen das Center selbst durch die offene Bauweise im letzten Jahr einladender wirkte. Dafür waren die Vortragsräume selbst dieses Jahr angenehmer und es gab ein stabiles WLAN.

Vorträge habe ich auch dieses Jahr so gut wie keine besucht, da ich mein Hauptaugenmerk auf die Pflege der Kontakte lege. Wahrscheinlich waren einige etwas mehr gelungen, andere dagegen weniger. Wichtig für mich sind dagegen die Social Events, bei denen an beiden Abenden voll ins Schwarze getroffen wurde. Sowohl der Freitag im Sausalitos als auch der Samstag im Sambesi boten hervorragendes Essen und Trinken bei leicht überfordertem Service. Die Wartezeiten konnte man jedoch vorzüglich mit angeregten Gesprächen überbrücken.

Abschließend ist zu sagen, dass die Ubucon mittlerweile ein fester Bestandteil in meinem Terminkalender ist und höchstwahrscheinlich auch bleiben wird, da es die Gelegenheit ist, einen Großteil der aktiven Community-Mitglieder auf einem Haufen zu sehen und Dinge zu besprechen, zu organisieren oder auch um einfach mal wieder zwanglos zu schnacken. Deshalb meinen herzlichen Dank an alle Organisatoren und Helfer der ubucon!

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 19 August 2009 22:14

PS3 – Slim oder schlimm?

PS3 und PS3 Slim

Dass Sony passend zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft seine Vorzeigekonsole erneuert hat, wird ja schon seit Wochen vom Sommerloch-Gezwitscher vermutet und ist mittlerweile auch offiziell bestätigt. Ebenso kein Geheimnis ist auch, dass bei der neuen PS3 Slim kräftig gespart wurde, um sie günstiger anbieten zu können. Dabei konzentriert man sich auf die »Kernkompetenzen« der Multimedia-Konsole und schmeißt neben der sowieso in der letzten Version schon abhanden gekommene PS2-Kompatibilität nun auch die Linux-Unterstützung kurzerhand über Bord.

Was auf den ersten Blick aussieht wie das stille Ende des gescheiterten Experiments, Linux einer breiteren Masse schmackhaft zu machen, ist in meinen Augen nur konsequent. Die Linux-Unterstützung der PS3 war von Anfang an halbherzig gelöst. Der Zugriff auf die Hardware wurde vom Sony-Hypervisor gekapselt, der den für die Masse interessanten Teil der PS3, die Grafikbeschleunigung, unbrauchbar machte. Linux auf der PS3 war damit für alle, die sich ein günstiges Multimedia-Center mit Blu-ray Player erhofften, eine große Enttäuschung. Imageverluste für die PS3 traten auch nicht ein, denn »die PS3 kann ja mit Multimedia, also muss Linux schuld sein«. Zurück bleiben enttäuschte PS3-Käufer, die Linux allgemein den Rücken zuwenden, und frustrierte Linux-Supporter, die mal wieder aufgrund von Hersteller-Beschränkugen Häme für das »Frickelsystem« einstecken müssen.

Wäre es Sony wirklich Ernst gewesen mit Linux, hätte man die Konsole von Anfang an ohne Virtualisierungsschicht verfügbar gemacht und keine künstlichen Beschränkungen eingebaut. Warum gibt man nun nicht wenigstens den otheros-Code frei, so dass man bei Interesse selbst Hand anlegen kann? So grundlegend werden die Hardwareänderungen ja nicht sein, dass man den Code nicht an die Slim-Variante anpassen könnte.

Zurück bleiben die armen Universitäten, die ihre günstigen Rechencluster jetzt mit anderer Hardware aufbauen müssen…

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 12 Juli 2009 11:04

Shiretoko – Agent in geheimer Mission

Ich hoffe ja, dass es sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass sich die neueste Ausgabe des beliebten Webbrowsers Firefox in Ubuntu Jaunty einfach durch die Eingabe der magischen Worte

sudo apt-get install firefox-3.5

installieren lässt. Ohne Jonglieren mit Fremdquellen oder PPAs, einfach so.

Doch einige Webseiten versuchen den jungen Hüpfer als Geheimagenten zu entlarven und verweigern Firefox 3.5, der sich als »Shiretoko« ausweist, den Eintritt in ihre heiligen Hallen. Ein echter Geheimagent lässt sich davon natürlich nicht beirren und zaubert einfach einen neuen Reisepass aus seinem »about:config«-Hut. Er kramt hastig den »general.useragent.extra.firefox«-Ausweisgenerator hervor und stellt sich einen neuen Passierschein auf den Namen »Firefox/3.5« aus. Da er sich damit als legitimer Nachfolger des berühmten und hochdekorierten Agenten »Firefox/3.0« identifiziert, lassen sich die Wächter der heiligen Webseiten davon täuschen und gewähren ihm den Zutritt.

Shiretoko wird in Firefox geändert

Da der Shiretoko-Geheimagent wohl bei einigen Webseiten dieses Problem hat, hat er auch schon einen Antrag gestellt, seine Hauptidentität offiziell in »Firefox/3.5« ändern zu lassen. Doch die Mühlen der Behörden mahlen langsam und weisen die Schuld erst einmal auf die Webseitenwächter. Diese sollen doch gefälligst »Shiretoko« in ihre Gästelisten aufnehmen, da ja bekannt ist, dass der langsam in die Jahre kommende Agent »Firefox/3.0« demnächst in seinen verdienten Altersruhestand gehen will. Also behilft sich Shiretoko bis dahin mit dem gefälschten Ausweis. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann surfen sie noch heute…

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 11 Juni 2009 15:08

CD-ROM – Verzweifelt gesucht

Interessant. Da gibt es wohl einen Bug auf den Ubuntu 8.10 Alternate-CDs für den PowerPC, über den ich bis jetzt nie gestolpert bin. Die CD sowie die Installation starten von der CD, der Installer erkennt aber paradoxerweise bei einigen G4- und G5-Macs sowie einigen Powerbook-Modellen das CD-ROM Laufwerk nicht mehr (No common CD-ROM drive was detected). Das passende Kernelmodul muss dann per

sudo modprobe ide-scsi

auf einer zweiten Konsole geladen werden, bevor man mit der Installation weitermachen kann. In neueren Versionen sollte der Fehler nicht mehr auftauchen. Mehr Informationen zu dem Bug liefert dieser Thread im englischsprachigen Ubuntu-Forum.

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Hardware und Treiber

Beitrag vom 19 Mai 2009 13:13

Zitat des Tages

Mark Shuttleworth schrieb:

I’m the daddy.

Nur um das mal klarzustellen ;)

Dennis Dirdjaja
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Beitrag vom 27 April 2009 19:40

Liferea gesundgeschrumpft

Seit einiger Zeit ist Liferea der RSS-Reader der Wahl im Ubuntu-Teil des MacVillage. Das Profil hat die letzten Jahre klaglos mehrere Neuinstallationen und Upgrades erlebt und dementsprechend sieht die darunterliegende SQLite-Datenbank auch aus. Selbst der SQLite-Staubsauger konnte nichts daran ändern, dass die Datenbank 55 MB für sich beanspruchen wollte, was selbst bei den knapp über 100 Feeds, die verfolgt werden, etwas viel ist. Die explodierende Datenbankgröße macht sich mit der Zeit leider auch bei der Bedienungsgeschwindigkeit bemerkbar. So brauchen die Suchordner mitunter mehrere Sekunden, um einen ungelesenen Artikel zu finden.

Deshalb wurde nun die Reißleine gezogen. Die Radikalkur geht wie folgt:

  • Exportieren der Feed-Liste
  • Schließen von Liferea
  • Löschen von ~/.liferea_1.4 (natürlich vorher ein Backup machen)
  • Starten von Liferea
  • Importieren der gesicherten Liste

Und siehe da, Liferea ist wieder schön schnell und die Platte hat auch wieder mehr Platz, da die Datenbank nur noch 6 MB benötigt.

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Software

Beitrag vom 25 April 2009 14:24

Hallo Amazon!

Amazon MP3-Downloader

Bis jetzt war ich mit iTunes als Musiklieferant ja recht zufrieden, aber das Angebot von Amazon (und der Ärger, den ich regelmäßig mit der iTunes-Bibliothek habe) ist dann doch zu verlockend, um es zu ignorieren. Leider können die Titel bei Amazon nach dem Kauf nur mit dem eigenen MP3-Downloader bezogen werden. Amazon stellt zwar ein Paket für Ubuntu (Intrepid) zur Verfügung, das sich auch unter Jaunty installieren lässt, doch nur als 32 bit-Variante.

Turicon von Ubuntu-Center.de hat sich diesbezüglich auch schon mit Amazon auseinandergesetzt. Von dort stammt auch der Ansatz, das 32 bit-Paket per force-architecture zu installieren. Am bequemsten geht das Holen der 32 bit-Abhängigkeiten, wie auch dort beschrieben, mit getlibs. Die Schritte zur Installation also nochmal im Einzelnen:

  1. Herunterladen des getlibs-Pakets und Installation mit sudo dpkg -i getlibs-all.deb
  2. Installation benötigter abhängiger Pakete mit sudo apt-get install libboost-filesystem1.34.1 libboost-regex1.34.1 libboost-thread1.34.1 libboost-iostreams1.34.1 libboost-signals1.34.1 libboost-date-time1.34.1
  3. Herunterladen des MP3-Downloaders von Amazon und Installation mit sudo dpkg -i --force-architecture amazonmp3.deb
  4. Ausführen von sudo getlibs /usr/bin/amazonmp3

Dann sollte der Downloader zumindest starten. Eventuell scheitert jedoch die Verbindungsaufnahme der gekauften Downloads. Alle Downloads scheitern mit der vielsagenden Fehlermeldung »Verbindung fehlgeschlagen«. Abhilfe schafft das Nachinstallieren eines weiteren Pakets:

sudo apt-get install lib32nss-mdns

Damit steht dem hemmungslosen Konsum schließlich nichts mehr im Wege. Fröhliches Einkaufen und Musik hören!

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Software

Beitrag vom 12 April 2009 18:02

Des Puzzles Lösung

Lange hat es gedauert und einige hatten die Hoffnung schon aufgegeben, dass es jemals eine Lösung für den Screen-Refresh Bug geben würde. Auch ich war von dem Bug betroffen, der bei Verwendung von Compiz und des Nvidia-Treibers zu seltsamen Puzzlen Puzzles (verdammt, was ist die Mehrzahl von Puzzle?) führte. In Jaunty ist jedoch ein Workaround in Compiz enthalten, der dieses Phänomen effektiv eindämmen kann. Leider ist er von Haus aus nicht aktiviert, sodass man selbst Hand anlegen muss.

CompizConfig » Werkzeuge » AbhilfenDer Workaround lässt sich komfortabel mit dem CompizConfig Settings Manager aktivieren. Dieser gehört nicht zum Standardumfang der Ubuntu-Installation, kann jedoch fix mit sudo apt-get install compizconfig-settings-manager installiert werden. Das Häkchen, um das es geht, befindet sich in der Kategorie »Werkzeuge« unter »Abhilfen«.

Dort angekommen, setzt man ein Häkchen bei »Force synchronization between X and GLX«. Das war es dann auch schon und man kann wieder beruhigt den Compiz-Effekten zuschauen.

Force synchronization between X and GLX

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Desktopeffekte

Beitrag vom 5 April 2009 13:09

Wiederbelebung

Wie jedes Mal zum Beta-Release, so steht auch zur Jaunty-Beta das Upgrade meines Macbook Pro an. Da ich unbedingt mal das neue Dateisystem ext4 und die verschlüsselten Home-Verzeichnisse ausprobieren will, steht diesmal sogar eine Neuinstallation ins Haus. In diesem Zug wird dann auch gleich das Windows aus dem Tripleboot verbannt, das ich nie benutze. Zudem ist es das erste Mal, dass ich die Alternate-CD zur Installation verwende. Bei der Anzahl an Veränderungen und Premieren kann es ja nur schiefgehen…

Die Installation ist noch weitgehend problemlos, sieht man mal von den Fragen ab, die zwischendurch gestellt werden. Ein Abarbeiten der benötigten Informationen vor der Installation, wie es bei der Live-CD gemacht wird, finde ich persönlich etwas entspannter. Der erste Start verläuft dann auch erfolgreich, ich befinde mich in einem funktionierendem System mit einem Touchpad, das an Gemütlichkeit kaum zu übertreffen ist.

Das Einspielen der Updates und des Homeverzeichnisses ist dann auch Routinesache, die HAL-Konfiguration macht dem Touchpad Beine und alles scheint nach Plan zu verlaufen. Die Tastaturbeleuchtung funktioniert nach dem Entfernen von mouseemu und dem Installieren von pommed sogar direkt wie gewünscht und der Nvidia-Treiber hat sich auch etwas stabilisiert. Bis zum nächsten Neustart.

Denn da schlägt der Beta-Status gewaltig zu. Ich bin mir im Nachhinein nicht ganz sicher, ob es daran liegt, dass ich erst an diesem Punkt den GPT/MBR-Sync von rEFIt gemacht habe oder es ein generelles Problem mit dem Kernel 2.6.28-11-39 gibt. Auf jeden Fall präsentiert sich von Jaunty nun nicht mehr viel:

Boot from (hd0,2) ext4 0466c924-3382-4972-ac97-665dccfed47d
Starting up ...

crc error

-- System halted

Das hört sich weder gut noch aussagekräftig an. Das weltweite Netz sagt zu diesem Fehler lediglich, dass es wohl an fehlerhafter Hardware liegen könnte, was ich aber in meinem Fall nicht wahrhaben wollte. Also muss die Jaunty-Alternate CD wieder herhalten. Auf dieser befindet sich dankenswerterweise ein Reparaturmodus, der es erlaubt, eine Shell mit Root-Rechten im installierten System zu starten. Es gibt sogar (fast) einen funktionierenden Netzwerkzugang. Lediglich die Namensauflösung will bei meinem Rettungsversuch nicht kooperieren, was sich nach dem Eintrag des Nameservers in die /etc/resolv.conf auch schnell lösen lässt. Ein schnelles Update auf den neusten Kernel später lässt sich Jaunty wieder starten und zeigt sich in voller Pracht.

Ich bin immer wieder erstaunt, welche tollen Tools es so gibt, die einem die händische Arbeit mit chroot, mount & Co. abnehmen. Ebenfalls erstaunlich ist die schnelle Reaktionszeit, mit der Fehler bereinigt werden, auch wenn ich gar nicht weiß, ob es wirklich am Kernel oder an meiner GPT-Aktion lag. Vielen Dank an alle Entwickler, wo auch immer ihr seid!

Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Ubuntu